Spielberichte
Es gibt nur einen Axt Bielefeld
Es ist nicht zu fassen, dass ein Mensch (oder Kuh?) so doof sein kann. Kuriositäten gibt es im Fussbal zu Hauf und manchmal muss man tief in seinem innersten Erinnerungsgedächtnis forschen um wirklich erwähnenswerte Geschichten herauszukramen. Hier ist eine davon: Wir schreiben das Jahr 2007 und das neue Fussballjahr hat gerade begonnen. Der SCN startet mit einem Heimspiel gegen den SV Blankenese, ein Derby das alles beinhalten sollte was ein Derby hergibt. Es beginnt mit einem Freistoss Tor der Blankeneser die mit 1-0 in Führung geht auf einem bis dahin noch trockenen Quellental. Das 1-1 durch Stelter lässt nicht lange auf sich warten, der eine Ecke von Günay mit dem Kopf in die lange Ecke abschließt. Es fällt das 1-2 durch einen katastrophalen Abwehrfehler der Nienstedtener auf einem Platz, der mittlerweile mehr den Evergladesümpfen gleicht als einem Fussballplatz. Im Laufe der Halbzeit hat sich der eigentliche Protagonist des Spiels eine verdiente gelbe Karte abgeholt, die aber aufgrund der Spielsituation notwendig war. Nienstedten spielte eine schwache erste Hälfte, die geprägt war von Fehlpässen, hektischem Spielaufbau und haarsträubenden Fehlern, die zu Toren und Torchancen führten.
Aus der Kabine kommt der SC Nienstedten wie man ihn gerne öfter sehen würde. Aggresiv, sauber im Passspiel und sogar ansehnliche Kombinationen konnte man an diesem Tage erkennen. Blankenese hielt einigermaßen dagegen, war aber deutlich die schlechtere Mannschaft. Womit unser Protagonist nicht gerechnet hat war, dass der Torwart von Blankenese (ehemaliger Oberligaspieler) den Ball nach einer scharf getretene Ecke nicht festhalten konnte (zugegeben, Stelter hat wohl ein wenig nachgeholfen). Axt stand richtig, nahm den Ball an und ballerte ihn aus wenigen Metern ins Netz! Der Wahnsinn überfiel ihn (war es die Maul und Klauen Seuche?), er freute sich abartig und: ZOG SEIN TRIKOT AUS!!!!!!!!!!!!!!!!! Wie bereits vorher beschrieben hatte er bereits gelb, merkte aber, wie so oft, nichts. Der Freudespulk erklärte ihm dann seine Dummheit, die er korrigieren wollte indem er das Trikot wieder angzog. Leider hatte die Schiedsrichterfrau das ganze schon gesehen und meinte auf Nachfrage: "Er hätte davonkommen können, da ich es nicht gesehen habe und mir nur einige Blankeneser sagten, dass er sein Trikot ausgezogen hat. Aber als er dann auf mich zukam hatte ich keine andere Wahl, denn er hatte sein Trikot falschrum angezogen, so dass ich gezwungen war ihn mit gelb-rot runter zu schicken!"
Nienstedten hätte dieses Spiel gewinnen können, zumal sich die Spielerzahl durch eine gelb-rote Karte wieder ausglich und der SCN deutlich bessere Konterchancen hatte. Trotzdem konnten wir mit dem Punkt zufrieden sein und freuen uns auf das nächste Derby gegen Teutonia am Dienstag bevor wir nächsten Sonntag wieder zu Hause gegen Camlica Genclik spielen.
P.S. Wer ist eigentlich Peter Buck?
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