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TSV Silberstedt - Süder

Silberstedt, Auswärtsspiel, 4. 5. 2007, 3:2: Vor reichlich einem Jahr sollen wir in Siberstedt hoch verloren haben. In den Geschichtsbüchern findet sich nur eine ungesicherte Fußnote in einem Bericht über ein vermeintliches 1:7. Aber das muß ein Irrtum sein, denn man findet in Süderbrarup niemanden, der sich erinnern kann.

Gegen Silberstedt gibt es nämlich meist interessante und knappe Spiele. Wir sind diesmal 18 Spieler. Das bedeutet fortlaufendes Durchwechseln, was meist bei Mannschaften zu Unsicherheiten in der Zuordnung führt und ein sicheres Stellungsspiel verhindert. Diesmal nimmt aber jeder Eingewechselte nicht seinen Lieblingsplatz ein sondern den, den der Ausgewechselte frei macht. Das bewährt sich und wir spielen dadurch unbeirrt unser Spiel.

Eine unserer Stärken ist ein ziemlich ausgeglichener Kader. Wenn z. B. 3 Spieler ausgewechselt werden gleichen sich deren Schwächen und Stärken im Allgemeinen so aus, dass das Spiel nicht leidet. Diese ganze Auswechselei über die vollen 80 Minuten erweist sich als problemlos und die draussen sitzen müssen sich auch nicht langweilen. Silberstedt ist ehrgeizig und körperlich in guter Verfassung. Sie spielen technisch gut und haben alte Füchse vorne und hinten. So entwickelt sich ein gefälliges hin und her. Wir sind leicht dominierend, Helge, Schuppe und Patrick besetzen das Mittelfeld, im Sturm sind Marc Müller und Caschi immer gefährlich und nach 20 Minuten macht Marc dann auch eines seiner typischen Tore: Richtig angespielt, mit Ball kurz durchlaufen und in die lange Ecke schiessen. Dann kann er sich beruhigt auswechseln. So gibt es immer neue Konstellationen: Mal Kevin im Sturm zusammen mit Marcel, der sich engagiert einsetzt, dann Hardi 1 und Wolfgang, dafür Caschi hinten und Schuppe als Paßgeber für den schnell auf rechtsaussen flitzenden Hansi im Wechsel mit Hardi 1. Der bricht dort 10 Minuten nach unserem ersten Tor durch und schlägt eine weite Flanke auf den langen Pfosten, wo Wolfgang bereit steht aber nur zusehen kann, wie Hardi ’s Ball sich von alleine hinter dem Torwart zum 2:0 ins Netz senkt. Das sieht alles sehr solide aus, aber kurz vor der Pause kontert Silberstedt geschickt in 3 Spielzügen und einer dieser alten Füchse mit der 10 auf dem Rücken schlenzt den Ball von halblinks quer an den rechten Innenpfosten und unerreichbar für Marc Feddersen, der gerade noch mit dem Hauch einer Fingerspitze dran ist, ins Tor. So geht es dann wieder etwas enger in die Pause, Im Grunde geht alles in der zweiten Halbzeit weiter so, obwohl Helge und Patrick aufhören müssen.

Jeder findet sich mal auf jeder Position, unsere Standarddeckung diesmal allerdings eher mehr vorne. Hansi und Wolfgang setzten sich öfter durch, erarbeiteten sich gute Chancen – schließlich fehlt aber das letzte Quentchen Glück, das ja selbst Spitzenstürmer oft brauchen, um zum Erfolg zu kommen. Auch Stefan Piepgras leidet darunter : als er sich durchtankt und einen strammen Schuß in die linke Ecke feuert, zeigt der Torwart wieder gerade bei ihm zum erstenmal eine Glanzparade und tötet das Geschoß. Nur Kevin hats drauf: Von Schuppe etwas in den Rücken angespielt, dreht er sich mit unvermuteter Wendigkeit links um die eigene Achse und zieht in einwandfreier Schußhaltung ab unhaltbar hoch in die linke Ecke. Super ! Hätte er sich selbst nicht zugetraut. Dieses 3:1 gibt uns ebenso Sicherheit wie die muntere Spiellaune unserer Akteure von Uwe über Pizza, Ralf, Urs bis Jockel : In jeder wechselnden Zusammensetzung sind Einsatz und Zusammenspiel gegeben. Aber Silberstedt zeigt auch weiterhin seine Tugenden. Wie in der ersten Halbzeit antworten sie mit einem astreinen Konter, spielen sich schnell und direkt durch bis einer frei vor dem Tor auf 3:2 verkürzt. Das war’s denn. Flüssig geht das Spiel zuende und bringt uns immerhin den 3. Sieg im 3. Spiel. Beginnt da eine Serie? Auf alle Fälle sind wir erst mal oben mit dabei.

 

Süder 3:2 TSV Böklund

Heimspiel gegen Böklund, 20. 4. 2007, 3:2 Wieder mal das erste Spiel der Saison gegen unseren April-Stammgegner. Das erste Spiel ist immer spannend, da müssen wir uns und die Veränderungen in der Mannschaft erst mal kennenlernen. Die wesentlichste Neuerung ist „Schuppe“ im Mittelfeld. Er besetzt gleich profiliert die Schaltposition, die sonst oft Stefan Knüver einnimmt.

Der geht als Leitwolf in die hintere Viererkette, in der Pizza wieder seine rechte Aussenposition spielt und Wolfgang halblinks neben Stefan. Aber auf der linken Seite was Seltenes: Kevin ! Kaum zu erinnern wann der zum letzten Mal dabei war. Das läßt er aber nicht spüren: Erstaunlich ballsicher, zweikampfstark, macht keine Abspielfehler, schaltet sich in die Offensive ein.

Nach dieser langen Spielpause überraschend alte Klasse. Für’s erste Spiel stehen sie ganz gut dahinten gegen technisch und läuferisch recht starke Böklunder. Wolfgang ist ja nicht der Schnellste und Wendigste, aber er hört auf Stefan, bleibt möglichst eng bei seinen jeweiligen Spitzen ( „läßt sie seinen Atem spüren“), was, auch wenn er mal nicht an den Ball kommt, sie zu Annahme oder Abspielfehlern verleitet. Und an Kopfbälle kommt er ja auch ’ran. Pizza solide wie immer. Vor diesen letzten Vieren steht ein gut besetztes Mittelfeld mit dem gleich aktiv ballverteilenden Schuppe, Stefan Wolff, Caschi und Patrick, die Sturmspitzen übernehmen die „Kappelner Werkstätten“ in Form von Marc Müller und seinem „Assistenten“ Marcel.

Marc Feddersen im Tor ist schon bewährter Rückhalt. Wir sind gut in Bewegung, es gibt erstaunliche Ballstafetten, nichts zu meckern. Nach 20 Minuten macht Kevin einen Rieseneinwurf von der linken gegnerischen Strafraumseite, der kommt zu Schuppe halbrechts vor dem Tor und dieser schießt routiniert zum 1:0 ein. 10 Minuten später paßt er in den Lauf von Marc Müller und der läuft von halbrechts unaufhaltsam zum Tor und schießt ins Tor. Das 2:0 wirkt souverän. Wir bestimmen auch weiterhin das Geschehen, obwohl die Böklunder gut mithalten, auch gefällig kombinieren, aber weniger Chancen herausspielen. Die erarbeiten sich unsere Offensivkräfte Stefan Wolff, Caschi und Marc Müller in regelmässigen Abständen. Dann aber schicken die Böklunder einen langen Paß in die Spitze, der für keinen so die richtige Länge hat: für den herauslaufenden Marc etwas zu kurz, für den mitlaufenden Stefan Knüver etwas zu lang, das ergibt ein kleines Mißverständnis, wer ihn nimmt, dem Böklundstürmer dazwischen fällt der Ball auf den Fuß und rollt von da vor dem nachsetzenden Stefan auf unser Tor zu und kurz vor ihm über die Torlinie. Unglücklich, aber zählt trotzdem: Nur noch mit 2:1 in die Pause.

Dann kommen Jockel, Ralf Huwe und,in seinem ersten Spiel für uns, Stefan Piepgras. Der aber hat gleich einen weiblichen Fanclub aller Altersgruppen dabei, dem er auch gleich was bieten kann: Einen an Schuppe verschuldeten Elfmeter. Er verwandelt ihn unter dem Jubel der Fankurve, wobei der Torwart auch noch ein Einsehen hat. Kurz danach trifft er fast noch aus halbrechter Position in die kurze Ecke. Jockel bringt Leben auf die linke Seite, setzt sich couragiert ein und prescht auch munter mit nach vorne. Ralf Huwe sichert hinten wie gewohnt ab. Wir wechseln noch ein paarmal, aber am Spiel ändert sich wenig. In der zweiten Halbzeit gibt es auf beiden Seiten keine tollen Torchancen mehr. Nur der rechte Verteidiger von Böklund, ein alter Knochen, der auch ohne Ball in jeder Form kräftig hinlangt, den Elfer verschuldet hatte, rückt kurz vor Schluß auf, wird kurz angespielt und schlenzt den Ball direkt flach in unsere rechte Torecke. Nur noch 3:2. Das wird ja noch knapp! Aber dann geht’s bis zum Schluß eher im Mittelfeld hin und her und bleibt bei diesem Ergebnis. Das erste Spiel der Saison an einem schönen Abend verdient gewonnen, beide Mannschaften nicht schlecht gespielt: Das war in Ordnung. Jetzt kommt jede Woche ein Spiel – da müßte doch wieder anständig was gehen!

 

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  • »22:15
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  • von:S-AH
  • in:Spiele